Höhlenforschung in Ostwestfalen
    Wissenschaft und Forschung unter Tage

Forschung:

Corona bedingt mussten die Aktivitäten der neuen Situation angepasst werden. Das bedeutet, dass nur in kleinen Gruppen  garbeitet wird und das außerdem darauf geachtet wird, dass die Gruppenmitglieder nach außen möglichst wenige und überschaubare Kontakte haben. Es gilt auch bei der AGHKL die drei G - Formel: Genesen, Geimpft, getestet.



Nachweis des Höhlenkäfers "Choleva septentrionis solokowskii Ipsen & Tolasch" in einer weiteren Höhle.

Kurz vor Weihnachten 2021 wurden im "Sonnenloch" an zwei Stellen Köder ausgelegt um den hier vermuteten Höhlenkäfer nachweisen zu können. Bei einer früheren Befahrung wurde zwar ein Käfer gesichtet, er war aber so schnell verschwunden, dass kein Foto zwecks genauerer Bestimmung gemacht werden konnte. Jetzt sollte der endgültige Nachweis erfolgen.

Am 21. Januar 2022 wurden die Köderstellen kontrolliert. Insgesamt wurden ca. 30  Exemplare gesichtet. E wurden Fotos gemacht und zwei Käfer wurden entnommen und an das Naturkundemuseum Leipzig zwecks weiterer Bestimmung  (DNA) geschickt.

Es darf vermutet werden, dass die Käfer des Sonnenlochs über Klüfte und Spalten Zugang zur Hohlsteinhöhle haben. Somit sind beide Käferarten mit ziemlicher Sicherheit identisch. Die Untersuchungen in Leipzig würden hier sicherlich endgültige Sicherheit geben.

Gleichzeitig mit der Köderkontrolle wurde im direkten Umfeld noch Fledermäuse gezählt. Es konnten 5 Mausohren, 3 Wasserfledermäuse und eine Bartfledermaus entdeckt werden. Da es sich nur um eine grobe Fledermauskontrolle, die sich einzig auf die "Überraschungshalle" bezog handelte, kann davon ausgegangen werden, das mindestend doppel bis dreimal soviele Fledermäuse in der Höhle überwintern.

Die AGHKL beabichtigt in weiteren Höhlen ihres Arbeitsgebietes nach diesen äußerst selten anzutreffenden Tieren zu suchen.







Aktuell forscht die AGHKL an mehreren  Höhlenprojekten.

Es handelt sich dabei einmal um den "Bakenponor", der bisher bis auf eine Tiefe von ca. 18 Metern ausgegraben wurde. Die Forscher hoffen hier irgendwann auf einen unterirdischen Bach zu stoßen, da der Ponor bei Hochwasser das Wasser aus einem Bach aufnimmt und letztendlich den Paderquellen zuführt.

Weiter wird aktiv in den beiden Dachsbauhöhlen weiter gegraben. Bisher ist die erhoffte Verbindung zwischen beiden Höhlen noch nicht gefunden worden. Mit etwas Glück könnten die Forscher aber in den nächsten Monaten die erhoffte Verbindung finden.

Auf dem Forschungsprogramm gehört weiterhin der "Lippergang" in der Schillathöhle, der zusammen mit den niedersächsischen Kolleginnen und Kollegen ausgegraben wird. Wegen der Corona- Pandemie ist die Schillathöhle zur Zeit aber noch geschlossen. Sobald sie wieder geöffnet ist, wird auch hier weiter geforscht.



 
 
 
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