AGHKL
Höhlenforschung in Ostwestfalen

Höhlenschutz:


Als vielfältiges und empfindliches Pänomen und Lebensraum für verschiedene Lebewesen, ist jede Höhle unbedingt erhaltens- und schützenswert.                                                             

Das Einbringen von Abfällen und Müll schädigt nicht nur die Höhle, sondern zerstört wertvollen Lebensraum und hat oftmals direkten Einfluss auf das Trinkwaser.                        Die Zerstörung von Tropfsteinen und Sinter vernichtet Strukturen und Naturerscheinungen, die Jahrhunderte bis Jahrtausende für ihre Entstehung benötigt haben.                                     Deshalb hat der VdHK auf seiner Hauptversammlung vom 23. Mai 1998 in Gerolstein folgende Ethik- Richtlinien zum Schutz von Höhlen und Karsterscheinungen beschlossen.


Höhlen und Karsterscheinungen unterliegen verschiedenen Gefährdungen:                               * Totale oder teilweise Zerstörung durch Rohstoffgewinnung oder Baumaßnahmen                     * Eintrag von Schadstoffen durch natürliche Vorgänge oder künstliche Deponierung                 * Übermäßiger Besuch durch Menschen                                                                                     * Raubgrabungen nach archäologischen, paläomtologischen oder mineralischen Funden

      Es gehört zur Ethik der organisierten Höhlenforschung in Deutschland, Maßnahmen gegen        jede dieser Gefährdungen zu ergreifen, mit der Zielsetzung eines möglichst unveränderten         Erhaltens von Karsterscheinungen und Höhlen und zur Abwehr zusätzlicher                               Regelmentierung.

Dazu gehört:                                                                                                                                  ♦ Beachtung der gesetzlichen Vorschriften, Besitzerrecht und Rücksichtnahme auf andere             Beteiligte. Die Arbeit von Höhlenforschern soll respektiert werden. Vor Aufnahme von               Forschungsarbeiten sollen sich andere Höhlenforscher genau über vorherige oder derzeitige       Arbeiten informieren, die von den dort tätigen Höhlenforschern durchgeführt werden, um           sich   nicht ohne gegenseitige Absprache in deren laufende Projekte einzumischen.

♦ Weiterbildung im Hinblick auf richtiges Verhalten im Sinne des Natur- und Denkmalschutzes.

♦  Anwendung schonender Befahrungstechniken wie z. B. Elektrolicht, Vermeidung von               Zerstörung oder Verschmutzung von Speleothemen, Verzicht auf Lärm und unnötige                 Biwaks,    keine unnötigen Einbauten, bzw. Entfernung von Einbauten wenn diese nicht             mehr benötigt      werden, keine Abfälle hinterlassen und keine Masenbegehungen.

♦  Anwendung schonender Forschungsmethoden wie unauffällige Messpunkte, fragile Bereiche     notfalls aussparen, Forschungssuche unter Beachtung archäologischer und paläologischer          Situationen.

♦  Verzicht auf Winterbefahrungen in Fledermausquartieren.

♦  Kontrolle über die Befahrungsfrequenzen durch Zugangsregelung mit dem Besitzer und             Verschluss  gefährdeter Höhlen.

♦  Einflussnahme auf schädigende Vorgänge in Karstgebieten bzw. im Umfeld von Höhlen.

♦  Öffentlichkeitsarbeit.

♦  Bei einer begründeten Umgestaltung von Höhlen für komerzielle Zwecke muss die                     Forderung    einer nachhaltigen Nutzung erfüllt sein.

 

 

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